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Donata Kinzelbach, Inhaberin des Kinzelbach Verlages aus Mainz, Fachverlag für Literatur aus dem Maghreb

Donata Kinzelbach, Inhaberin des Kinzelbach Verlages aus Mainz, Fachverlag für Literatur aus dem Maghreb

Der Verlag Donata Kinzelbach ist der einzige in Deutschland, der sich (seit 30 Jahren) auf die Herausgabe von Literatur aus dem Maghreb – also Algerien, Marokko, Tunesien – in deutscher Erstübersetzung spezialisiert hat. Bislang liegen über 100 Titel vor, hauptsächlich belletristische Werke, aber auch zwei Sachbücher über die Situation in Algerien („Tatort: Algerien“ und „Algerien – ein Land holt auf!“) sowie ein Band zum Filmschaffen in Nord- und Westafrika („Sprachwelten – Bilderwelten“) und ein wissenschaftliches Buch über das Verhältnis der Geschlechter („Geschlechterordnung in Nordafrika“).
Zu den bedeutendsten Autoren des Donata Kinzelbach Verlages zählt der offizielle Nobelpreisanwärter Rachid Boudjedra (mit 14 Titeln vertreten), Mohammed Khaïr-Eddine (4 Titel), Albert Memmi, Driss Chraïbi, Abdelhak Serhane, Maïssa Bey, Aziz Chouaki, Youssouf Amine Elalamy, Mohamed Magani, Nadia Sebkhi u.a.

Aber auch Autoren der jüngeren Generation finden zunehmend ihren Platz im Verlagshaus, so der Marokkaner Youssouf Amine Elalamy, dessen Buch „Gestrandet“ sofort in die Bestenliste „Weltempfänger“ aufgenommen wurde.

Die Algerierin Maïssa Bey bereichert das Angebot des Donata Kinzelbach Verlages seit 2010. Sie ist eine äußerst ambitionierte Autorin, die in ihren Erzählungen „Nachts unterm Jasmin“ die Belange der algerischen Frauen thematisiert und den Unterdrückten, oft um Hoffnung Betrogenen, eine Stimme verleiht. Im WDR5 hieß es, es sei „verwunderlich, dass Maïssa Bey als die algerische Schriftstellerin bislang noch nicht übersetzt worden ist“ (Dina Netz). 2011 erschien nun unter dem Titel „Ausgeblendet“ ein Roman um die Verarbeitung bzw. das „Ausblenden“ des Algerienkrieges.

Die Titel sind aus der jeweiligen Originalsprache übersetzt, d.h. die älteren Werke – wegen des kolonialen Einflusses – meist aus dem Französischen, mittlerweile zunehmend aber auch aus dem Arabischen.

Seit Herbst 2000 gibt es daneben einsprachige, kommentierte Texte aus dem Maghreb für den Französisch-Unterricht, als interkulturelle Friedensarbeit gedacht.

Auszeichnungen:

  • Im Jahr 2000: Medienpreis „Mohammed Nafi Tschelebi“ des Zentralinstituts Islam-Archiv für „ihr gesamtes Lebenswerk, das darauf ausgerichtet ist, interkulturell zu wirken, Impulse zu setzen und Brücken der Verständigung zu bauen“.
  • Im Januar 2008: ausgezeichnet mit dem Bundesverdienstkreuz für besondere verlegerische Verdienste und interkulturellen Einsatz.

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